Auf nach Valencia…

Das Titelbild zeigt mal wieder einen der schönsten Eindrücke meines siebten Reisetages. Wäre nur alles so im Gleichklang geblieben wie es dabei den Anschein hat, ich hätte nicht wieder Schweißperlen auf der Stirn gehabt…

Ein kleines Stück nehme ich Euch mal mit in Richtung Benidorm, am 24. März 2018

Dann aber auf der N332 nach El Compello bis Benidorm, der erste Schock…was sind das nur für riesige Hoteltürme?
Welcher Architekt denkt sich so etwas aus und welche Behörden genehmigen dann diese die Landschaft total verschandelnden Bauten?
Muss ich mir nicht unbedingt Gedanken drüber machen, an mir ziehen diese ach so hässlichen Hoteltürme recht schnell vorbei – geben mir aber schon einen Blick frei auf Berge, hohe Berge, nahe der Küste.
Das lässt wenig Gutes vermuten – und so ist es auch, gleich hinter Altea in Richtung Calpe geht es steil bergan.
Nach einigen Serpentinenkurven ist es dann soweit, Tunnel – Viadukt über eine tiefe Schlucht, wieder ein Tunnel in einer scharfen Kurve, noch eine Überbrückung einer weiteren tiefen Schlucht…
Für Freunde alpiner Wege sicherlich ein tolles Erlebnis, für mich einfach nur der blanke Horror.
Etwas weiter abwärts kommt dann der Abzweig nach Calpe…nein, musste ich mir nicht antun.

Westlich von Altea verläuft noch eine Straßenverbindung nach Oliva die als landschaftlich schön eingestuft ist – mag sein, aber mir nun wirklich zu gebirgig.
Komisch, in Deutschland machen mir Mittelgebirge die auch bei uns gut mal 900 Höhenmeter erreichen nichts aus – bei erwähnter Strecke stört mich der „Coll de Rates“ mit seinen nur 700 Höhenmetern ganz enorm, mag sein das liegt an der völlig anderen Vegetation hier in Spanien.
Die fast nackten Felslandschaften lassen dieses Mittelgebirge eben wesentlich höher erscheinen und aussehen wie eine Marslandschaft…und wer fährt da schon gerne durch?

In Richtung Oliva steigt die N332 dann bis Benissa noch gut an, aber in recht gut ausgebauter Streckenführung.
Lotte jedenfalls kam dabei jedenfalls nicht außer Atem.

Benissa bot dann wieder einmal die Möglichkeit zur preiswerten Versorgung – ein Lidl wartete auf meinen Einkauf.

Weiter auf dem Weg nach Valencia ging es dann durch Schluchten, aber auf gut ausgebauter Straße, über Teuflada und Benitachell nach Gata de Gorgos.
Da hatte Lotte den freien Auslauf, ich stand dabei des öfteren auf der Bremse um die alte Dame etwas zu zügeln 🙂

Oliva, Gandia, endlich mal wieder flaches Land und tolle Blicke auf die Costa Blanca.
Über Tavernes de la Valldigna und Cullera nähern wir uns, immer am Wasser lang, langsam Valencia.
In Richtung El Saler sollte ein Stellplatz sein, kostenlos aber ohne Alles eben.
Brauchen wir nicht, Wasser ist noch da, der Abwassertank fast leer und die Toilette verträgt auch noch einige Gänge.
Also autark denn den Strom liefert die vorhandene spanische Sonne.

Playa de la Dehesa…das Ziel liegt vor uns.
Die Tagesetappe waren mal gerade schlappe 189 Kilometer…aber dafür haben wir viel gesehen.

 

 

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